2.1 Eine kurze Einführung in das Glaubensbekenntnis
Nachdem ich somit den Hauptteil dessen, was ich in dieser Abhandlung versprochen habe – nämlich unsere Grundsätze in klaren Worten der Heiligen Schrift darzulegen und die wichtigsten Einwände gegen uns anhand der Heiligen Schrift zu beantworten –, weitgehend und deutlich erfüllt habe, komme ich nun zum Glaubensbekenntnis. Dieses werde ich nicht so ausführlich gestalten, da ich es für unzweckmäßig halte, alle zuvor erwähnten Schriftstellen zu wiederholen, was, wie der Leser leicht feststellen kann, bei Bedarf nicht sehr schwierig gewesen wäre. Da ein Glaubensbekenntnis jedoch eher eine positive Darlegung des eigenen Glaubens erfordert als die Beantwortung von Einwänden oder die Erörterung strittiger Punkte in einer diskursiven Weise, was sowohl angemessener als auch treffender in einem Katechismus geschieht, habe ich mich hier darauf beschränkt. Zur Verdeutlichung des Inhalts muss ich gelegentlich einige Wörter einfügen, wie etwa „Und“ und „Daher“ usw. Aber nichts, was ein unbedarfter Mensch behaupten, dem Sachverhalt etwas hinzufügen oder was in irgendeiner Weise als Kommentar oder Bedeutung gelten könnte, und daher, um den Tadel der neugierigsten, nörgelndsten Kritiker zu vermeiden, werden diese mit einem anderen Charakter gekennzeichnet. Ebenso gab es, außer wenn ich lächerlicherweise angeboten hätte, eine widersprüchliche Grammatik zu veröffentlichen, mitunter die Notwendigkeit, Modus und Person eines Verbs zu ändern; an all diesen Stellen wird jeder, der die Worte betrachtet, feststellen, dass dies ohne jegliche Absicht geschieht, die bloße Bedeutung auch nur im Geringsten zu verändern: wie zum Beispiel: Wenn Christus sagt: „ Ich bin das Licht der Welt“; wäre es für mich angemessen, so zu schreiben: „ Ich bin das Licht“ usw.? Oder könnte es als Widerspruch zu meinem Vorhaben oder Versprechen gelten, zu schreiben: „ Christus ist das Licht“, wo die erste Person in die dritte geändert wird? Auch drücke ich manchmal Dinge aus, die notwendigerweise verstanden werden, wie zum Beispiel, wenn einer der Apostel sagt: „ Wir“, schreibe ich dort anstelle von „ Wir“ „Apostel“. Und wo es heißt „Ihr sprecht zu den Heiligen“, erwähne ich stattdessen „Heilige“ , da der Zusammenhang des Satzes dies mitunter erfordert; wie etwa im ersten Artikel, wo auf 1. Johannes 1,5 Bezug genommen wird, dass Gott Licht ist, und in ähnlichen Fällen, in denen, wie ich weiß, kein unparteiischer Leser Einwände erhoben hätte, selbst ohne diese Erklärung, die ich für angebracht hielt, da ich weiß, dass es eine Generation gibt, die, wenn sie keinen wirklichen oder substanziellen Grund gegen die Wahrheit und ihre Anhänger findet, an solchen kleinen Spitzfindigkeiten herummäkeln wird; daher mögen solche erkennen, dass dieser Einwand entkräftet ist.