1.10 Zum Thema Gottesdienst.
Frage: Welche Form der Anbetung ist für Gott annehmbar?
Antwort: Doch die Stunde kommt, ja, sie ist schon da, in der die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht solche Anbeter. Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten [Johannes 4,23-24].
Frage: Gebet ist Teil der Anbetung; wann sollten wir beten?
Antwort: Und er erzählte ihnen ein Gleichnis, um ihnen zu zeigen, dass sie allezeit beten und nicht nachlassen sollen [Lukas 18,1].
Betet ohne Unterlass [1 Thess. 5:17].
Frage: Hat Gott denn keinen Respekt vor der Art und Weise, wie man ihn anruft?
Antwort: Denn es gibt keinen Unterschied zwischen Juden und Griechen; denn derselbe Herr ist Herr über alle und reich für alle, die ihn anrufen [Röm 10,12].
Frage: Hört Gott die Gebete all derer, die ihn anrufen?
Antwort: Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in Wahrheit anrufen [Psalm 145,18].
Der Herr ist fern von den Frevlern; aber er hört das Gebet der Gerechten [Spr. 15,29].
Wir wissen nun, dass Gott Sünder nicht erhört; aber wenn jemand Gott verehrt und seinen Willen tut, den erhört er [Johannes 9,31].
Und dies ist das Vertrauen, das wir zu ihm haben, dass er uns hört, wenn wir ihn um etwas bitten , das seinem Willen entspricht [1 Johannes 5,14].
Frage: Auf welche Weise wird der Apostel dann beten?
Antwort: Was ist es denn nun? Ich will mit dem Geist beten und ich will auch mit dem Verstand beten ; ich will mit dem Geist singen und ich will auch mit dem Verstand singen [1 Kor 14,15].
Frage: Müssen wir dann immer im Geist beten?
Antwort: Betet allezeit im Geist mit allem Gebet und Flehen und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen [Eph. 6,18].
Frage: Da uns geboten ist, stets darin zu beten, können wir es dann aus eigener Kraft ohne dessen Hilfe tun?
Antwort: Ebenso kommt uns der Geist in unserer Schwachheit zu Hilfe. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie es sich gebührt; aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichem Seufzen. Und der, der die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er tritt für die Heiligen ein nach dem Willen Gottes [Röm 8,26-27].
Frage: Ich merke, dass Gebete ohne die Führung und Hilfe des Geistes völlig nutzlos sind; kann ein Mensch nicht auch ohne die Hilfe des Geistes wahrhaft geistliche Dinge aussprechen?
Antwort: Darum lasse ich euch wissen, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt; und dass niemand sagen kann, dass Jesus der Herr ist, außer durch den Heiligen Geist [1 Kor 12,3].
Frage: Das ist seltsam: Es scheint, dass der Heilige Geist viel notwendiger ist, als viele sogenannte Christen annehmen; manche können kaum genau sagen, ob sie ihn haben oder nicht. Aber wenn jemand in dieser Angelegenheit die Wahrheit sagt, ist sie dann nicht auch dann wahr, als käme sie von ihm, wenn sie ohne den Heiligen Geist gesprochen wird?
Antwort: Und wenn sie sagen: „So wahr der Herr lebt!“, so schwören sie doch falsch [Jer. 5,2].
Frage: Aus all diesen Schriften geht klar hervor, dass die wahre Anbetung Gottes im Geist geschieht; und da sie weder auf einen bestimmten Ort noch auf eine bestimmte Zeit beschränkt ist, was sollen wir von denen halten, die für die Einhaltung bestimmter Feiertage plädieren?
Antwort: Doch nun, da ihr Gott erkannt habt, oder vielmehr, von Gott erkannt seid, wie könnt ihr euch wieder den schwachen und armseligen Elementen zuwenden, denen ihr euch wieder unterwerfen wollt? Ihr haltet Tage, Monate, Zeiten und Jahre ein; ich fürchte um euch, dass ich euch vergeblich Mühe gegeben habe [Gal. 4,9-11].
So soll euch nun niemand verurteilen wegen Speise oder Trank oder wegen eines Feiertags oder Neumonds oder Sabbats, die alle nur ein Schatten des Zukünftigen sind; der Leib aber gehört Christus [Kol. 2,16-17].
Frage: Da dies so ist, dürfen dann nicht manche Christen alle Feiertage gleichermaßen achten, so wie andere manche Feiertage höher achten als andere? Welche Regel gibt der Apostel in diesem Fall an?
Antwort: Der eine hält einen Tag für wichtiger als den anderen, der andere hält alle Tage für gleich. Jeder soll in seinem eigenen Sinn gewiss sein. Wer einen Tag achtet, achtet ihn für den Herrn; wer einen Tag nicht achtet, achtet ihn nicht für den Herrn. Wer isst, isst für den Herrn, denn er dankt Gott; und wer nicht isst, isst nicht für den Herrn und dankt Gott. [Röm 14,5-6]
Frage: Aber ist es nicht zweckmäßig und notwendig, einen Tag festzulegen, an dem man sich trifft und Gott anbetet? Haben sich nicht die Apostel und die frühen Christen am ersten Tag der Woche getroffen, um ihre Kollekte abzuhalten und Gott anzubeten?
Antwort: Was nun die Sammlung für die Heiligen betrifft, so sollt ihr, wie ich es den Gemeinden in Galatien angeordnet habe , am ersten Tag der Woche genauso handeln : Jeder von euch soll etwas beiseitelegen, je nachdem, wie Gott ihn gesegnet hat, damit es keine Sammlungen gibt, wenn ich komme [1 Kor 16,1].